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Föderalismus und Bildung in Deutschland – Bildungspolitik im Brennpunkt

  • Mittwoch, 3. März 2021, 17.00-19.00 Uhr
  • Die beiden Hauptimpulsbeiträge lieferten zu Beginn der Veranstaltung Prof. Dr. Wolfgang Renzsch und Mathias Brodkorb. Anhand einiger zentraler Problemaufrisse (Bildungsgerechtigkeit, Effizienz, Finanzierung, Lehrerausbildung) und einer Vielzahl an teils sehr spezifischen Argumenten zum Pro und Contra des Bildungsföderalismus eröffneten sie damit das Feld für erste Kommentierungen. Marlis Tepe betonte dabei ihre Forderung nach einem Schulterschluss aller in der Bildung agierender Akteure von Bund, Ländern und Kommunen – gerade in der gegenwärtigen Pandemie. Der Föderalismus in seiner jetzigen Verfasstheit würde für eine Ungleichbehandlung von Schüler_innen sorgen. Auch beim Thema Lehrkräftemangel würde die Steuerung nicht gut laufen. Für Marco Tullner habe sich mit der Corona-Krise seine Sicht auf die Dinge verändert. Er sähe heute die Notwendigkeit für eine Neujustierung des Bildungsföderalismus. Und Katja Pähle habe ausgemacht, dass sich viele Menschen eine Abschaffung des Bildungsföderalismus wünschen würden. Sie sei aber überzeugt davon, dass auch ein zentrales Bildungswesen beklagt werden würde. In der Diskussion sind dann viele der aufgeworfenen Aspekte vertieft und teils kontrovers miteinander besprochen worden. Eine Erkenntnis in der Runde war z.B., dass statt nationaler mitunter auch bessere ländergemeinsame Vereinbarungen genügen würden. Einigkeit herrschte überdies dahingehend, dass die Qualitätssicherung an Schulen von herausragender Bedeutung sei.

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